Wie Ranzen geprüft werden


Eine Übersicht über die verschiedenen Prüforganisationen

In Deutschland sollten Ranzen die Anforderungen der DIN 58124 erfüllen, bevor sie verkauft werden. Zusätzlich prüfen weitere Organisationen, wie zum Beispiel der TÜV, die Stiftung Warentest und der Ökotest, ob die Ranzen auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel dem verwendeten Material gut abschneiden.
Was die verschiedenen Organisationen testen und inwieweit Eltern von einem Schulranzen Test profitieren, wird in diesem Bericht beschrieben. Viel Spaß beim Lesen.

Ranzen werden streng geprüft.

Ranzen werden streng geprüft.

Was kann der Ranzen aushalten? – Eine Frage für den TÜV

Die bekannte Prüforganisation TÜV untersucht unter anderem auch Ranzen. Diese müssen belastbar sein und den Alltag problemlos überstehen. Um die Belastbarkeit zu überprüfen, wird der Ranzen durch die Luft geworfen und anschließend nachgesehen, ob dieser auseinandergebrochen ist.
Dieses Szenario geschieht beinah täglich in der Schule und sollte für einen Ranzen kein Problem darstellen. Zudem untersucht der TÜV, ob durch scharfe Kanten eine Verletzungsgefahr vom Ranzen ausgeht.

 

Die Tests der Stiftung Warentest haben noch immer ein hohes Ansehen bei Verbrauchen

Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder.

Eltern wollen immer das Beste für ihre Kinder.

Neben dem TÜV testet auch die Stiftung Warentest jährlich viele Ranzen. Dabei werden unter anderem der Tragekomfort und die Ergonomie in die Tests einbezogen. Aber auch das Schließsystem des Deckels und das Stehvermögen der Ranzen werden untersucht. Im letzten Schulranzen Test der Stiftung Warentest zeigte sich unter anderem, dass die Schulranzen überwiegend stabil sind, einige Plastikteile aber schnell kaputt gehen können. Außerdem wurde deutlich, dass Dreck von vielen Ranzen schnell absorbiert wird und diese den Dreck nicht mit abweisendem Material abwehren.

Manche Ranzen beinhalten noch immer kritische Stoffe

Das Material ist auch für den Ökotest sehr wichtig. Mittlerweile achten Eltern verstärkt darauf, dass das Material keine Schadstoffe beinhaltet, die hormonell wirken oder wohlmöglich krebserregend sind, beziehungsweise der Umwelt schaden können.
Leider haben viele Hersteller den Ruf der Eltern noch nicht gehört und verwenden weiterhin viele Stoffe, die teilweise noch unerforscht sind. Das heißt, dass mögliche negative Folgen, die durch diese Stoffe entstehen heute noch nicht abzusehen sind.
Zwar ist das Ergebnis beunruhigend, auf der anderen Seite zeigt es Eltern aber auch ganz klar, welche Produkte besser nicht zur engeren Auswahl gehören sollten. Stattdessen sollten Eltern sich ansehen, ob die Anforderungen der DIN 58124 erfüllt wurden.

Schulterblick muss geübt werden

Schulterblick muss gewährleistet sein.

Schulterblick muss gewährleistet sein.

Diese schreibt unter anderem vor, dass 10 cm² der Schultergurte und 10% der Vorder- und Seitenflächen mit retroreflektierendem Material versehen sind.
Aus gutem Grund: Kinder sind absolute Anfänger im Straßenverkehr und handeln mitunter unüberlegt oder können Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht korrekt schätzen.  Darum gilt im Straßenverkehr: je früher das Kind gesehen wird, desto besser.
Hier konnte der Ranzen Sammies Optilight von Samsonite überzeugen. In einem Bericht der Stiftung Warentest bekam er die Note 1,1 für die optische Warnwirkung.
Ein weiterer kritischer Aspekt, der allerdings nicht in den Tests auftaucht, ist der Schulterblick. Kinder müssen über die Schulter sehen können, wenn sie einen Ranzen tragen. Das sollte zu Hause mit den Eltern geübt werden. Denn ähnlich wie beim Autofahren ist auch auf dem Schulweg der Schulterblick unerlässlich.